Gustav Landauer

Gustav Landauer

26 Mai 2023 Constanza Kaliks & Peter Selg 419 mal gesehen

Peter Selg: Der Sozialrevolutionär Gustav Landauer (1870-1919)

Constanza Kaliks: Die Erziehungsfrage als soziale Frage: Der werdende Mensch


Je tiefer ich mich in mich selbst heimkehre,um so mehr werde ich der Welt teilhaftig.Gustav Landauer (1870-1919)


Der jüdische Schriftsteller, Sprachwissenschaftler, Sozialrevolutionär und Pazifist Gustav Landauer, ein Freund Martin Bubers, gehört zu den herausragendsten geistigen Persönlichkeiten Deutschlands am Beginn des 20. Jahrhunderts – und wurde von rechtsnationalen Freikorps-Soldaten im Mai 1919 in München brutal ermordet. Landauers Ideen und Intentionen, aber auch seine konkreten Initiativen zur Neubildung der Gesellschaft, aus der Transformationskraft des sich entwickelnden Individuums und in staatsfreier, selbstgestaltender Form durch kleine Gemeinschaften, sind von außerordentlicher Aktualität und berühren sich in vielfältiger Weise mit den zeitgleichen Aktivitäten Rudolf Steiners. Die zwei Beiträge der Vortragsreihe zum „Jüdischen Humanismus“ behandeln die Signatur von Landauers Wesen und Werk – sowie seine Anteilnahme am Schicksal des spanischen Anarchisten und Reformpädagogen Francisco Ferrer, dem Gründer der «Escuela Moderna», der 1909 hingerichtet wurde. Ähnlich wie Ferrer war auch Landauer der Überzeugung, dass Bildung die Grundlage für einen gesellschaftlichen Wandel bildet, der den Bedürfnissen des "werdenden Menschen" gerecht wird. Landauer verfolgte Initiativen zur gesellschaftlicher Erneuerung weltweit.